Bovbjerg Fyr
Der imposante, rot gestrichene Leuchtturm von Bovbjerg ist unser Ziel. Ein Tagesausflug zum Bovbjerg Fyr an der dänischen Nordseeküste ist ein besonderes Erlebnis für alle, die Natur, Weite und Ruhe schätzen. Schon die Anfahrt durch die flache Landschaft Westjütlands vermittelt ein Gefühl von Freiheit, das sich beim Erreichen der Küste noch verstärkt.
Die flache Landschaft Westjütlands vermittelt ein Gefühl von Freiheit.
Lemvig
Der Weg dorthin führt durch die kleine Stadt Lemvig. Sie liegt am südlichen Ufer des Limfjords. Lemvig hat etwa 7000 Einwohner und gehört zur Region Midtjylland. Ein kleiner Bummel durch die zentrale Einkaufsstrasse und ein leckeres Softeis am Hafen gehören dazu.
Ferring
Danach geht die Fahrt weiter in Richtung Bovbjerg. Doch besuchen wir noch den kleinen Ort Ferring ein kleines, ruhiges Dorf an der Westküste von Dänemark, direkt an der rauen Nordsee. Es liegt in einer landschaftlich beeindruckenden Gegend mit Dünen, Steilküsten und viel Wind – typisch für die Region Westjütland. Besonders auffallend ist die weiß gestrichene Kirche. Sie überragt allle Häuser und steht wie ein Fels in der Mitte des Dorfes.
Besonders auffallend ist die weiß gestrichene Kirche. Sie steht wie ein Fels in der Mitte des Dorfes.
Die Kirche von Ferring
Die Ferring Kirke stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und wurde im romanischen Stil erbaut. Sie war einst Teil eines größeren Dorfes, das jedoch im Laufe der Zeit durch Küstenerosion stark bedroht wurde. Sie steht auf einer Anhöhe mit Blick auf die Nordsee, umgeben von Natur und oft starkem Wind ist sie ein Ort der Ruhe und Besinnung.
Der Innenraum
Weiße Kalkwände und eine flache Holzbalkendecke prägen den Raum. Der Altar stammt aus der Renaissance und wurde im Jahr 1638 geschaffen; er zeigt eine Darstellung des „Letzten Abendmahls“. Das wichtigste Ausstattungsmerkmal sind jedoch die romanischen Wandmalereien aus der Zeit um 1200. Sie stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar, beispielsweise seine Kindheit oder den Einzug in Jerusalem. Diese Fresken gelten als ein seltenes und wertvolles Kunstzeugnis.
Jens Søndergaard-Museum
Das Jens Søndergaard-Museum in Ferring
Jens Søndergaard war ein dänischer expressionistischer Maler. Er spezialisierte sich auf farbintensive Landschaften, in denen er seine tiefe Verbundenheit mit der Kraft der Natur und des Meeres zum Ausdruck brachte. Sowohl national als auch international erlangte Søndergaard große Anerkennung.
Das Museum liegt am Rand einer Klippe, eingebettet in eine beeindruckende Naturlandschaft Dänemarks. Man versteht sofort, warum Jens Søndergaard diesen Ort besonders liebte. Das Museum ist ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie. Zwischen Søndergaards Werken finden sich Zeichenmaterialien, die dazu einladen, selbst kreativ zu werden – vielleicht inspiriert von den Gemälden, die Sie umgeben.
Der Leuchtturm von Bovbjerg
Eine freundliche Einladung den Leuchtturm zu besuchen
Bovbjerg Fyr
Der Leuchtturm selbst steht auf der eindrucksvollen Steilküste Bovbjerg Klint, etwa 40 Meter über dem Meer. Bereits vom Parkplatz aus fällt der rot gestrichene Turm ins Auge, der sich deutlich vom oft grauen Himmel und dem tiefblauen Meer abhebt. Nach einem kurzen Fußweg erreicht man den Eingang, von wo aus man den Turm über eine schmale Treppe mit rund 90 Stufen erklimmen kann.
Oben angekommen wird man mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt: Die Nordsee erstreckt sich bis zum Horizont, während sich unterhalb die steile Küste mit ihren unterschiedlichen Erdschichten zeigt. Der Wind ist hier oben besonders spürbar und verleiht dem Ort eine raue, fast wilde Atmosphäre.
Spaziergang entlang der Klippen
Nach dem Abstieg bietet sich ein Spaziergang entlang der Klippen an. Die Wege führen durch eine offene, nahezu unberührte Landschaft, in der man die Kraft der Natur hautnah erleben kann. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven auf das Meer und die Küste. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Abbruchkanten teilweise sehr steil sind. Im Leuchtturm selbst befindet sich zudem ein kleines Café sowie wechselnde Ausstellungen, die den Besuch abrunden. Hier kann man eine Pause einlegen, sich aufwärmen und die Eindrücke des Tages auf sich wirken lassen.
Die Treppe an der Steilküste
Bovbjerg Klint
Die Treppe an der etwa 40 Meter hohen Bovbjerg Klint führt direkt hinunter zum Strand und gehört zu den eindrucksvollsten Zugängen zur dänischen Nordseeküste. Mit rund 242 Stufen zählt sie zu den längsten Naturtreppen des Landes.
Die Konstruktion besteht überwiegend aus Holz und wirkt bereits auf den ersten Blick steil. Spätestens beim Hinuntergehen merkt man, wie anspruchsvoll sie sein kann. Besonders bei Wind oder Nässe wird jeder Schritt zur kleinen Herausforderung.
Besonderheit
Unten angekommen erwartet dich kein klassischer Sandstrand, sondern eine wilde, raue Küstenlandschaft. Steine und Buhnen prägen das Bild, während die Kraft der Nordsee hier besonders intensiv spürbar ist. Die Treppe gehört zu den wenigen direkten Zugängen vom Kliff hinunter ans Wasser und macht den Ort dadurch umso besonderer.
Tipp vor Ort
Der Abstieg ist vergleichsweise entspannt – der Rückweg nach oben hingegen fordert Kondition. Plane dafür genügend Zeit ein. Bei starkem Wind, der hier häufig weht, wirkt die Treppe sogar noch steiler als sie ohnehin schon ist.
Festes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen, vor allem wenn das Holz feucht ist.
Insgesamt ist ein Tagesausflug zum Bovbjerg Leuchtturm weniger von klassischen Sehenswürdigkeiten geprägt, sondern vielmehr von Naturerlebnissen und einer besonderen Stimmung. Wer die Ruhe liebt und sich von der Weite der Nordsee faszinieren lässt, wird diesen Ort in besonderer Erinnerung behalten.
Daten und Fakten: Miljøministeriet Naturstyrelsen, Wikipedia
Copyright Text und Fotos E. u. P. Westerwalbesloh

































