Fotografie - Natur, Kultur und Geschichte
von Gruiten


Rheinufer Meerbusch – eine wunderbare Natur


Unsere erste Entdeckung am Ufer ist eine sehr gut erhaltene Rose. Woher sie kommt, wem sie gehört und welche Bedeutung sie hat, wissen wir nicht.

Die Idee für die Wanderung am Meerbuscher Rheinufer entstand in Kaiserswerth bei einem Spaziergang durch die Ruinen der Kaiserpfalz. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Rheinufer bei Meerbusch. Daraus entwickelte sich der Plan, eine fotografische Entdeckungstour entlang des Rheins in einem uns bislang unbekannten Gebiet zu unternehmen – in der Hoffnung, dort interessante Motive zu finden.


etwas Geschichte

Die Kaiserpfalz

1016 wurde eine dortige Burg erstmals urkundlich erwähnt. In jenem Jahr söhnte sich Kaiser Heinrich II. mit dem Pfalzgrafen Ezzo aus und schenkte ihm Kaiserswerth samt Burg. Ezzos Sohn Otto gab die Schenkung 1045 im Gegenzug zur Ernennung zum Herzog von Schwaben durch König Heinrich III. an diesen zurück. Bereits kurz danach ließ Heinrich III. den vorhandenen Burgbau zu einer Pfalz erweitern. 1050 waren die Bauarbeiten immerhin so weit gediehen, dass er sich mit seinem Gefolge für einige Zeit dort aufhalten konnte. Bis zu seinem Tod 1056 besuchte Heinrich III. nachweislich noch viermal Kaiserswerth. Diese erste salische Anlage ist heute zwar vollkommen verschwunden, doch machte sie Kaiserswerth damals zu dem Vorort der Duisburg-Kaiserswerther Grafschaft.

Friedrich Barbarossa und Heinrich VI.

Kaiser Friedrich Barbarossa verlegte im Jahr 1174 den Rheinzoll von der niederländischen Stadt Tiel nach Kaiserswerth. Zu diesem Zweck ließ er Kaiserswerth zu einer mächtigen Festungsanlage ausbauen, deren Fertigstellung nicht wie oft behauptet 1184, sondern wahrscheinlich erst 1193 unter seinem Sohn Heinrich VI. erfolgte. Die heute sichtbaren Überreste der Kaiserpfalz stammen aus jener Zeit.
Die Anlage war jedoch nicht als ständiger Wohnsitz konzipiert, und so ist auch nur ein einziger Aufenthalt Barbarossas am 22. April 1158 nachweisbar. Jedoch zeugen zahlreiche in Kaiserswerth ausgestellte Urkunden von Aufenthalten späterer Kaiser, so Heinrichs V., Konrads III., Heinrichs VI., Ottos IV. und Heinrichs VII.

Der Text ist Originaltext aus Wikipedia Enzyklopädie.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserpfalz_Kaiserswerth




Die Wanderung – eine Kurzbeschreibung

Mit der Rheinfähre Langst–Kaiserswerth setzen wir auf die Meerbuscher Rheinseite über. An einem Wochentag im Oktober brechen wir auf. Ein leichter Nebelschleier liegt in der Luft. Das passt gut, denn wir wissen nicht, was uns auf dieser Wanderung erwartet.

Unsere Tour beginnt am Rheinufer. Die erste Entdeckung ist eine wunderschöne rote Rose. Woher sie stammt, wem sie gehört und welche Bedeutung sie hat, wissen wir nicht. Sie ist jedoch nicht zu übersehen.



Wir wandern vorbei an alten Bäumen. Versteckte Buchten mit abgestorbenen Strauchwurzeln bieten uns interessante Fotomotive. Im Hintergrund strecken Pappeln ihre Kronen in den Himmel.

Inzwischen hat die Sonne den morgendlichen Dunst durchbrochen. Licht und Schatten wechseln sich ab – ideale Bedingungen für gelungene Aufnahmen. Sandbänke tauchen im Fluss auf. Zwei Kormorane sitzen in der Sonne, um ihr Gefieder zu trocknen. Auch eine Kanadagans beansprucht einen warmen Platz im Sonnenlicht. Das gefällt einem der Kormorane jedoch gar nicht. Mit Anlauf stürzt er sich auf die Gans, die erschrocken auffliegt und das Weite sucht. So ist die Natur.

Das Ufer ist inzwischen so dicht mit Weidenbüschen bewachsen, dass wir den Uferbereich verlassen müssen, um weiterwandern zu können. Immer wieder tauchen neue, spannende Motive auf, und die Zeit vergeht wie im Flug. Auf der gegenüberliegenden Flussseite entdecken wir die ersten Häuser von Wittlaer. Nun müssen wir langsam an den Rückweg denken, um nicht doch noch in Krefeld-Uerdingen zu landen.


Weiter geht es durch wunderschöne Baumalleen. Danach folgen Felder und Weideflächen. Die letzte Wegstrecke führt über einen Deich, bis wir nach einiger Zeit etwas müde wieder den Rhein erreichen. Am Ufer sehen wir bereits die Fähre, die uns zurück auf die andere Rheinseite bringt.



Eine tolle Wanderung in fast unberührter Natur endet hier. Unterwegs sind wir niemandem begegnet. Wir haben die Stille genossen und konnten den Rhein intensiv erleben. Die gesamte Tour war ein kleines Abenteuer – ohne Karte und ohne Wegebeschreibung haben wir uns einfach treiben lassen. Es war wunderschön.


Rheinfähre Langst–Kaiserswerth

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Copyright Text und Fotos E. u. P. Westerwalbesloh

 
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